Invensity lädt zum Innovationstag

Thema: „Der ethische Algorithmus, sein Entwickler und ich“
Computer-Algorithmen retten Leben trotz „Fehlerfaktor Mensch“
So sehen die Entwickler und die Entwicklungen von morgen aus
Wiesbaden, 15. November 2016 – Unter dem Titel „Der ethische Algorithmus, sein Entwickler und ich“ lädt die internationale Technologie- und Innovations­beratungsgesellschaft Invensity (www.invensity.com) zum Innovationstag 2016 (http://innovationstag.invensity.com) ein. Mit der ungewöhnlichen Überschrift wollen die Berater den „Paradigmenwechsel in der Entwicklung komplexer autonomer und selbst veränderlicher Systeme“ thematisieren.

Zu dem Innovationstag sind Technische Geschäftsführer, Entwicklungs- und Abteilungsleiter aus allen Branchen sowie Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre eingeladen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 50 Personen begrenzt. Der Invensity Innovationstag findet am 1. Dezember im Darmstädter Future Innovation Lab statt.

Algorithmen beeinflussen unser Leben

Mit dem Titel des diesjährigen Innovationstags will Invensity darauf hinweisen, dass Algorithmen Jedermanns Alltag beeinflussen. Unentdeckt oder durch aktive Eingriffe treffen sie für den Menschen Entscheidungen oder bereiten diese vor. So verhindern Bremsassistenten Auffahrunfälle im Straßenverkehr, automatische Landesysteme machen den Flugverkehr bei jedem Wetter sicher und vollautomatisierte Insulinpumpen erleichtern das Leben von Diabetikern. Airbag-Systeme haben mit ihren blitzschnell getroffenen Entscheidungen schon zehntausende Menschenleben gerettet. Algorithmen in autonomen Systemen sind bereits heute dem Menschen überlegen und „handeln“ besser, als er es je könnte. Ihre Reaktions­geschwindigkeit ist um mehrere Größenordnungen höher, sie übermüden nicht und lassen sich nicht durch Einflüsse wie Alkohol oder Gefühlslagen ablenken. Sie erkennen Gefahrensituationen zuverlässiger und kommunizieren untereinander effektiver.

„Fehlerfaktor Mensch“

Durch Abstellen des „Fehlerfaktors“ Mensch könnten jährlich tausende Leben gerettet werden. So zeigt die Jahresstatistik des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, dass nur 0,5% der Behandlungsfehler auf eine Fehlfunktion eines Medizinproduktes zurückzuführen sind. Doch auch Algorithmen sind menschengemacht. Die sichere und fehlerfreie Funktion autonomer Systeme stellt höchste Anforderungen an Ingenieure und Entwicklungsprozesse. Die Verantwortung wandert weg vom Nutzer hin zum Entwickler. Es müssen Entscheidungen abgebildet werden, die auch ethischen Grundsätzen entspringen und über Leben und Tod entscheiden können.

Mit intelligenter werdenden Systemen müssen sich auch die F&E-Prozesse weiterentwickeln. Ein Fehler in der Entwicklung wirkt sich auf alle resultierenden Produkte aus. „Happy Engineering“ kann die geforderte Komplexität längst nicht mehr zuverlässig abbilden. Die Lösung: Klassisches Entwicklertum erfindet sich selbst neu und leitet ein Umdenken und Handeln bei allen Beteiligten ein.

Der diesjährige Invensity Innovationstag beschäftigt sich anlässlich dieser Thematiken mit den folgenden Fragestellungen:

Werden aktuelle Entwicklungsprozesse den steigenden Anforderungen gerecht?

Die zunehmende “Software-Infizierung” aller Technologiebranchen erfordert Anpassungen in den klassischen Entwicklungsprozessen. Die Komplexität der Produkte erfordert parallel zum reinen Engineering Stützprozesse in einem bisher unbekannten Ausmaß. Daraus ergeben sich gänzlich neue Organisationsstrukturen. Formale Instanzen wie Qualitäts- oder Safety-Management erhalten zunehmend Einfluss und mindern die Effizienz.

Welche Fähigkeiten benötigen die Entwickler von Morgen?

Ingenieure nutzen all ihre Erfahrungen und ihr Verständnis eines Problems und schaffen damit Lösungen, häufig in Form von Algorithmen. Fehleinschätzungen und falsch implementierte Logiken fließen tausendfach in ein Produkt ein. Risikomanagement und Produkthaftung üben Druck auf die Organisation und den Einzelnen aus. Der moderne Entwickler findet sich zunehmend in einem Umfeld von Abstimmung, Kommunikation und Planung wieder. Durch die zunehmende Formalisierung von Entwicklungsprozessen sinkt der Anteil der produktiven Arbeit.

Welche Risiken ergeben sich aus der Entwicklung autonomer und selbst veränderlicher Systeme?

Functional Safety und Cyber Security gewinnen zunehmend an Bedeutung: Die entwickelten Systeme dürfen keine Gefahr für die Umwelt darstellen. Andersherum darf die Umwelt nicht in der Lage sein, die Systeme und Produkte zu gefährden.

Die missbräuchliche Nutzung eines Algorithmus bzw. dessen Funktionalität z.B. in autonomen Systemen, birgt die Gefahr der Fremd- und Fehlsteuerung mit schwer abzuschätzenden oder zu beziffernden Folgen für Menschen und die Gesellschaft. Nur ein Entwicklungsprozess mit klar definierten Rollen und Kontrollinstanzen, welcher diese Gefahren berücksichtigt, kann das Risiko minimieren.

Die Invensity GmbH ist eine aufstrebende internationale Technologie- und Innovationsberatung mit internationaler Ausrichtung. Invensity hat in Deutschland Niederlassungen in Wiesbaden, München, Stuttgart und Düsseldorf sowie in den USA. Mit ihrer Academy und ihrem Innovation Center gewährleistet Invensity dauerhafte Spitzenleistungen für namhafte Unternehmen im Forschungs- und Entwicklungs­bereich. Hochwertige Schulungen sowie individuelles Mentoring fördern das Wissen, die Talente und die Fähigkeiten der Mitarbeiter, die in den internen Ressorts projektübergreifend Methoden und Kompetenzen entwickeln.

Weitere Informationen: Invensity GmbH, Parkstraße 22, 65189 Wiesbaden, Deutschland, Tel. +49(0) 0611 504 754 0, E-Mail: info@invensity.com, Web: www.invensity.com

Pressekontakt: Manuel Sollbach, E-Mail: manuel.sollbach@invensity.com

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