E-Can - Reservekanister für Elektrofahrzeuge
Eine gute Idee gegen eine schlechte Reichweite
Bei aller elektronischen Überwachung und menschlicher Aufmerksamkeit wird nicht zu verhindern sein, dass auch Elektrofahrzeuge aufgrund leerer Batterien liegenbleiben. Ein Reservekanister für ein Elektroauto, der diesem eine Mindestreichweite bis zur nächsten Ladestation ermöglicht, vermeidet zeitraubendes und teures Abschleppen. Reservekanister können von Pannenfahrzeugen, wie denen des ADAC oder AVD mitgeführt und an Tankstellen erworben werden. Fahrzeuge, die lang standen und deren Batterie leer ist, können sich selbständig bis zur ersten Ladestation bewegen. Elektrofahrzeuge, die von der eigenen Batterie getrennt sind (Notabschaltung), können mit der Fremdbatterie in Betrieb genommen werden.
Das Projekt verfolgt folgende Ziele:
• Entwicklung eines optimalen Reservekanisters für Elektrofahrzeuge
• Entwicklung von einheitlichen Konzepten zu Schnittstellen, Protokollen, Steckverbindungen, Spannungsniveaus und Sicherheitsaspekten
• Entwicklung eines Konzeptes zur Verteilung, Verleih, Rücknahme und Recycling
Die nächsten Schritte in diesem Projekt sind:
• Erstellung von Anforderungen an den Reservekanister und dessen Einbindung ins Fahrzeug und die Infrastruktur
• Erstellung eines Systemkonzeptes in Absprache mit der Industrie
• Auswahl geeigneter Komponenten
• Bau und Test eines Prototypen
• Nutzungskonzept (Kauf, Verleih, Rücknahme, Leasing,…)
Uns interessiert Ihre Meinung zu dieser Idee. Diskutieren Sie mit uns!
(comments: 4)

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Comment by Karl Lang | 16-06-2010
Dieser Ansatz klingt zumindest hochgradig förderfähig, wenn man ein F&E-Vorhaben daraus ableitet und innerhalb eines Verbundvorhabens beim passenden Projektträger einreicht!
mit den besten Grüßen, Karl Lang
Comment by Steffen Hüttner | 23-08-2010
das Projekt "ebuggy" macht genau das. In einem Konsoortium mehrerer Firmen erfolgt die Entwicklung des "ebuggy". weitere Informationen dazu gerne.
Comment by Jürgen Krohn | 13-12-2010
Natürlich ist dies vom Ansatz her ein Netzwerkförderprojekt aber nach meiner Ansicht nicht Erfolg versprechend, da die KW/h Akkuspeicher einfach zu teuer ist um sie als reine Reserve im Kofferraum rum liegen zu lassen. Zudem kommen hohe Kosten für die Entwicklung des Gehäuses auf das Projekt zu. Ein nicht erwähntes Problem stellt die Eigenentladung da, allein durch Kälte im Winter Ein Reservekanister kann eigentlich nur eine Softwarelösung sein, die eine gewisse Energierestmenge zurückbehält, die nur speziell freigegeben werden kann, siehe Konzeptidee von REVA.
Ich würde die Energie lieber in ein effektives und preiswertes Batteriewechselsystem stecken, das im Grunde die selben Arbeitsparameter wie das Reservekanisterprojekt enthält aber sich viel wirtschaftlicher entwickeln dürfte. Grössere E-carSharingflotten sind dadurch effektiver nutzbar, billiger als Ladesäuleninfrastruktur, kostengünstiger Zwischenspeicher für Erneuerbarer-Energie, Erhöhung des Fahrzeugrestwerts um ca. 50%, Längere Lebensdauer der Batterie usw. Eine deutsche Batteriewechselstation könnte nur 1/3 der von Betterplace kosten.
Mit freundlichen Ideenfunken Ihr Jürgen Krohn Chefredakteur www.solar-driver-online.de
Comment by Utz Täuber, INVENSITY | 13-12-2010
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Beim E-Can geht es nicht darum, dass jeder Autofahrer diesen Reichweitenverlängerer permanent bei sich hat. Herr Krohn hat natürlich vollkommen Recht, dass ein permanentes Mitführen aus technischen wie wirtschaftlichen Gründen unsinnig ist. Ziel ist, an jedem Elektrofahrzeug eine definierte Schnittstelle zu schaffen, die das Andocken eines solchen E-Can ermöglicht. Der Reservekanister selbst sollte dann eher von Pannenfahrzeugen der Automobilclubs mitgeführt werden oder sollte an Tankstellen zu leihen sein. So könnte ein drohendes Liegenbleiben verhindert werden.