Konfigurationsmanagement

"Konfigurationsmanagement ist ein Managementprozess zur Herstellung und Erhaltung einer Übereinstimmung der Produktleistungen sowie der funktionalen und physischen Eigenschaften des Produktes mit den Anforderungen, dem Produktdesign und den operativen Informationen während des gesamten Produktlebenszyklus." ANSI  & EIA

Die Aufgabe des Konfigurationsmanagement besteht darin, die technische Beschreibung eines Systems (und seinen verschiedenen Bestandteilen), sowie die Gesamtheit der Änderungen, die im Laufe der Entwicklung des Systems angebracht wurden, zu verwalten.

Dazu spielen im Konfigurationsmanagement viele Subprozesse eng zusammen, um eine Entwicklung erfolgreich abzuschließen und vor allem um zu jedem Zeitpunkt alle Fäden in der Hand zu behalten.

Es sind vier Teilgebiete (Teilprozesse) des Konfigurationsmanagements zu unterscheiden:

  • Konfigurationsidentifizierung (KI)
  • Konfigurationsbuchführung (KB)
  • Konfigurationsüberwachung (KÜ)
  • Konfigurationsaudit (KA)

Konfigurationsidentifizierung (KI): KI umfasst die Auswahl von Konfigurationseinheiten, deren Formierung zu einer Produktstruktur, Dokumentation sowie Nummernbildung zum Zweck der eindeutigen Identifizierung. Wesentliche Fragestellungen beziehen sich auf die Granularität einer Konfigurationseinheit, die Festlegung von Bezugskonfigurationen (Baseline) sowie die Auswahl einer Nummernsystematik. Zudem gehören hier Planungsaspekte wie etwa das Release- und Baselinemanagement.

Konfigurationsbuchführung (KB): Der Prozess der Konfigurationsbuchführung hat die rückverfolgbare Dokumentation der Konfigurationen und Konfigurationseinheiten zum Ziel. Sie sollte von daher bereits mit der ersten Erstellung von Konfigurationsdaten einsetzen. Gegenstand der KB sind alle Daten zur Konfigurationsidentifizierung und -überwachung.

Konfigurationsüberwachung (KÜ): KÜ adressiert Probleme, die sich aus der Veränderung einer Konfiguration ergeben. Zentrale Aktivität stellt dort das Änderungsmanagement dar. Ziel dessen ist es, alle Änderungen an Konfigurationseinheiten sowie deren zugeordneten Dokumenten zu identifizieren, beschreiben, klassifizieren, bewerten, genehmigen und einzuführen.

Sinnvolle Konfigurationsüberwachung setzt einen festgeschriebenen, formalen Prozess für die Behandlung von Änderungen voraus.

Konfigurationsaudit (KA): Ein Konfigurationsaudit ist die formale Überprüfung von Konfigurationen hinsichtlich der Erfüllung von vertraglich zugesicherten funktionellen und physischen Merkmalen sowie der Übereinstimmung von realisiertem Produkt und zugehöriger Konfigurationsdokumentation.

Änderungsmanagement

Kommt es in der Anfangsphase des Projektes zu Änderungen der Anforderungen oder geschieht dies sogar während der laufenden Entwicklung, so kann es zu großen Herausforderungen kommen. Nur durch ein gut strukturiertes und sauber aufgesetztes Änderungsmanagement kann dies verhindert werden. Gewünschte Änderungen müssen einen Prozess durchlaufen, in dem sie u.a. geprüft, ggf. umgesetzt und später verifiziert werden müssen.

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Releasemanagement

Das Releasemanagement erstreckt sich über die komplette Entwicklung eines Produkts. Es wird zum einen der funktionelle Umfang festgelegt, so wie eine zeitliche Planung in Abstimmung mit dem Änderungs- und Produktmanagement durchgeführt. Zum anderen findet eine Qualitätskontrolle zur Erfüllung der gestellten Kriterien statt und die Dokumentation der einzelnen Release-Stände wird überwacht. 
Die erfahrenen INVENSITY Consultants organisieren Ihr komplettes Relasemanagement und überwachen operativ dessen exakte Einhaltung.