Mein Leben als Associate Consultant
Von Matthias Schulz (Consultant)
„Kannst du heute noch nach Wiesbaden kommen? Wir haben morgen einen Termin für ein Folgeprojekt in Mannheim. “ Ich saß gerade in der Kantine in Schweinfurt und wollte eigentlich nur in Ruhe mein Wiener Schnitzel zu Ende essen und anschließend den Kundenauftrag abschließen. Nichts da. Ich beendete das Telefongespräch mit meinem Manager, aß fertig und nahm den nächsten Zug nach Wiesbaden. Ich war seit knapp drei Wochen Associate Consultant bei INVENSITY, hatte mein erstes kleines Kundenprojekt hinter mir und sollte morgen ein neues starten. Dynamisch, abwechslungsreich und herausfordernd – ich denke so kann man am besten kurz und knapp das Arbeitsumfeld im Consulting umschreiben.
Seit diesem Tag in Schweinfurt sind inzwischen knapp 9 Monate vergangen. Das Projekt in Mannheim wurde in der Tat gestartet und seitdem bin ich dort bei einem OEM für Nutzfahrzeuge im Projektmanagement tätig. In der Regel verbringt man nach einem Einstieg bei INVENSITY die ersten 2-3 Wochen im Büro in Wiesbaden und lebt sich in die Arbeitsprozesse und das interne Umfeld ein, bis ein passendes Projekt gefunden wird. Es kann aber auch – wie es bei mir der Fall war - Ausnahmen geben.
Einmal auf Projekt, gilt es erst einmal sich einen Überblick zu verschaffen, d.h. die genaue Zielsetzung und Vorgehensweise zu erörtern, sich mit dem Kunden und dessen Abläufen vertraut machen sowie Schnittstellen erfassen und kennen lernen (und davon gibt es meist viele). Ist diese erste Hürde genommen, kann man sich durch die strukturierte Planung des Kundenprojektes an die einzelnen Arbeitspakete machen. Nach Vollendung der gesetzten Ziele wird das Ergebnis gemeinsam mit dem Kunden reviewed und das Projekt offiziell abgeschlossen. Dieser Prozess, vom Auftrag bis zum Abschluss, kann je nach Einsatzgebiet und Aufgabenstellung zwischen 3 Wochen und 3 Jahren dauern. Ich selbst bin im Center of Excellence Projektmanagement von Invensity tätig, hierdurch dauern Kundenprojekte in der Regel eher länger als in den anderen CoEs.
Neben der Arbeit auf einem Kundenprojekt wird genauso viel Wert auf die internen Aktivitäten gelegt. Dies sind zum einen interne Trainings und CoE-Meetings, zum anderen die Arbeit an den vorher festgelegten internen Zielen. Doch der Reihe nach: Interne Trainings finden normalerweise monatlich statt und bieten neben fachlichen Trainings eine breit gefächerte Auswahl zum Ausbau der Soft Skills. In diesen Trainings habe ich gelernt, mir meinen Arbeitstag effizienter und effektiver einzuteilen, Meetings professionell zu planen und mich entsprechend auf meine Kommunikationspartner einzustellen. In den Pausen und nach dem Training bietet sich natürlich immer der Austausch mit den Kollegen an, die man sonst meist nur telefonisch kontaktiert. CoE-Treffen finden in der Regel alle zwei Monate statt. Hier werden aktuelle Themen des jeweiligen Fachbereichs besprochen, Methoden reviewed, weitere Vorgehensweisen geplant und Arbeitspakete definiert. „Mein“ CoE-Projektmanagement sieht seine Zielsetzung hier vorrangig in der Entwicklung von Methoden, welche anschließend im Projektalltag eingesetzt werden können sowie Trainings, welche Projektmanagern eine entsprechende Basis liefern. Daneben dient das CoE als internes Projektmanagementbüro. Durch die flache Hierarchiestruktur im CoE konnte ich sehr schnell Verantwortung übernehmen und an einem internen Grundlagentraining für Projektmanagement mitarbeiten. Hierbei habe ich auch Projektmanagement-Frameworks wie z.B. PRINCE2 kennen und nutzen gelernt. Mit diesem Wissen werde ich demnächst meine Prüfung zur Foundation-Zertifizierung im Projektmanagement nach PRINCE2 beim offiziellen Vertreter der APM Group in Köln antreten.
Die internen Assessment-Ziele stellen individuelle, befristete und exakt formulierte Aufgaben des einzelnen Mitarbeiters dar. Es wird je ein Ziel aus den Bereichen Business, CoE, Mentoring und „Allgemein wichtigstes Ziel“ (von INVENSITY) in den jeweils halbjährlichen Assessments erarbeitet sowie die Zielerfüllung der letzten Ziele bewertet. Darüber hinaus telefoniere ich regelmäßig mit meinem persönlichen Mentor und es finden 14tägig Telefonkonferenzen der einzelnen CoEs statt, um den Fortschritt der Arbeitspakete sicherzustellen.
Zusammenfassend verbringe ich dadurch monatlich zwischen einem und drei Tage im Büro in Wiesbaden zur Arbeit an internen Themen. Dies variiert mit der Auslastung beim Kunden und ändert sich je nach Karrierestufe, die internen Aktivitäten werden mit steigender Verantwortung und Position bei INVENSITY meist mehr. In diesem Zusammenhang finde ich sehr positiv, dass bei INVENSITY von Anfang an die eigene Vorstellung der Berufs- und Lebensentwicklung der Karriereplanung innerhalb von INVENSITY zu Grunde gelegt wird. Dies bedeutet, man kann (in einem realistischen Rahmen) selbst bestimmen, wo man in drei, vier oder fünf Jahren stehen möchte und wo die Prioritäten liegen. Dies ermöglicht eine ausgewogene Work/Life-Balance sowie einen regelmäßigen Soll-/Ist-Abgleich der eigenen Karriere.
Insgesamt betrachtet bin ich sehr zufrieden mit meinem ersten Jahr bei INVENSITY. Ich habe viele interessante Kontakte geknüpft und mich mit regelmäßigen Trainings weitergebildet. Darüber hinaus durch zahlreiche Eindrücke und Erfahrungen im Projektalltag sowie im Austausch mit meinen Kollegen meinen Horizont erweitert. Dies setzt natürlich ein hohes Maß an Ehrgeiz, Engagement und der täglichen Freude an einem dynamischen Umfeld voraus - empfehlen kann ich diese Erfahrungen jedem.
